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Treibhauseffekt - was ist das eigentlich?

  
Wer sein Auto schon einmal mit geschlossenen Fenstern in der brütenden Sommerhitze geparkt hat, hat beim Einsteigen den Glashauseffekt zu spüren bekommen. Die Scheiben lassen die Sonnenstrahlen hinein, die schnell den Innenraum erwärmen. Doch kann weder die warme Luft entweichen noch die Wärme selbst. Wieso?

Weil Wärme in Form von Infrarotstrahlung abgegeben wird. Das Auge kann sie zwar nicht wahrnehmen, aber man kann sie auf der Haut spüren, beispielsweise wenn man nahe an ein Feuer herangeht.
Dasselbe Glas, das sichtbares Licht durchlässt, verwehrt dem größten Teil der unsichtbaren Infrarotstrahlung den Weg nach außen.
Somit wird also ein Wärmestau erzeugt, und die Temperatur steigt innen immer weiter an.

Bei der Erdatmosphäre ist es ähnlich - unser Planet ist ein globales Treibhaus. Sie lässt sichtbares Licht ungehindert durch, blockiert aber einen großen Teil der unsichtbaren Strahlung einschließlich der Infrarot-, Ultraviolett- und Röntgenstrahlung.

Im allgemeinen ist das sehr gut. Ultraviolettes Licht und Röntgenstrahlen sind ziemlich gefährlich und sollen Krebs verursachen.

Warum werden jedoch Infrarotstrahlen blockiert?

Wenn die Atmosphäre Infrarotstrahlen absorbiert, wirkt sie wie eine Decke. Wir vergessen manchmal, dass unsere Erde von kaltem, leerem Raum umgeben ist. Die Sonne wärmt uns zwar, doch ohne die „Treibhausdecke“ würde die Wärme schnell wieder verlorengehen. Die Temperatur an der Erdoberfläche wäre um vieles niedriger und die Ozeane wären gefroren.

Das Problem beim Treibhauseffekt ist, dass es möglicherweise zuviel des Guten wird. Es ist allgemein bekannt, dass die Atmosphäre zu 99 Prozent aus Sauerstoff und Stickstoff besteht. Doch diese Gase halten die Infrarotstrahlung nicht zurück. Einige der Gase, die das restliche eine Prozent ausmachen, bewahren zusammen mit Wasserdampf unseren Planeten davor eine Eiswüste zu werden. Gleichzeitig sind es aber auch dieselben Gase die den Planeten zu überhitzen drohen.

Wie ist das möglich?
Die globale Temperatur wird steigen, wenn die Konzentration der Treibhausgase zunimmt. Man kann diese Gase mit einem Thermostat vergleichen.

Doch seit über einem Jahrhundert scheint der Mensch den Thermostat ständig höherzudrehen. Ein oder zwei Grad erscheinen einem vielleicht nicht viel, wären jedoch eine enorme Temperaturerhöhung. Man kann nicht davon ausgehen, daß sich die zusätzliche Wärme gleichmäßig verteilt. Möglicherweise ist es ja ein um viele Grade heißerer Sommermonat mit katastrophalen Folgen, der schließlich im Jahresdurchschnitt nur mit einem Grad zu Buche schlägt.
Der Glashauseffekt an sich in Zusammenhang mit der Klimaerwärmung ist ein absolut natürliches Phänomen. Doch sind es die kleinen Änderungen am Thermostat durch Menschenhand, die das Gleichgewicht stören.



 


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