Treibhäuser und Gewächshäuser
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Geschichte des Treibhauses bzw. Gewächshauses

  
Die Geschichte des Treibhauses geht in Anfänge des 18. Jhds zurück, als der englische Arzt und Botanikinteressierte Nathaniel Ward den Ward`schen Kasten erfand. Dieser Kasten hatte ein flaches, metallenes Bodenstück sowie Seitenwände und eine Decke aus Glas. Der Boden wurde mit Erde aufgefüllt und mit Samen bepflanzt, die gegossen wurden, der Kasten wurde anschliessend komplett zugeschlossen.

Ward stellte die Beobachtung an, dass die Aussaat hervorragend in diesem Kasten zu gedeihen anfing. Die aus der Erde aufsteigende Verdunstungsfeuchtigkeit schlug sich am Deckel nieder und tropfte wieder auf die Erde zurück.

Vor Staub und Temperaturwechsel sowie der Gefahr einer Wasserverdunstung waren die Pflanzen auf diese Art und Weise gefeit. Die Stunde der Gewächshäuser hatte geschlagen und nun war es für Tropenliebhaber auch möglich, exotische Pflanzen in anderen Gefilden dieser Erde anzulegen und zu züchten!

Das Miniaturgewächshaus von Ward wurde später weiterentwickelt und gegen Ende des 18. Jhds konnte man in Europa bereits ein Treibhaus aus Glas-Holz-Konstruktionen vorfinden.

Der nächste maßgebliche Schritt im Kontext mit der weiteren Entwicklung des Treibhauses wurde von George Steward Mackenzie getan, als dieser die "curvilinear houses" erfand. Diese Gewächshäuser hatten ein halbkreisförmig gewölbtes Eisen-Glas Dach, das dem Treibhaus Liebhaber einen weiteren Vorteil bescherte:
das besondere Dach gewährte die Nutzung des Sonnenlichtes gleichmässig und optimal.

Der Kollege von Mackenzie, John Loudon, versuchte das Treibhaus noch weiter zu entwickeln und entwarf dafür mehrere Versuchsgewächshäuser und experimentierte rum, bis er das Gewächshaus finden konnte, das die Sonneneinstrahlung am Optimalsten nutzte.

Eisen-Glas Gewächshäuser konnte man im 18. Jhd auch in Frankreich antreffen: Charles de Fleury errichtete von 1834-1836 die Serres im Pariser Jardin de Plantes.

Im 19. Jhd verbreiteten sich diese Gewächshäuser rasant in den Metropolen Europas und Nordamerikas, man konnte diese sowohl in botanischen Gärten antreffen wie auch in erholsamen Parkanlagen. So ein Gewächshaus ist auch das im Tropischen Garten von Berlin zwischen 1905 bis 1907 entstandene "Große Tropenhaus".

Weiteres Beispiel stellt das in Brüssel errichtete Serre du Congo im Park des Schloss Laken dar.
Die Gewächshäuser wurden stets weiterentwickelt und ihre Architektur an die optimale Nutzung des Sonnenlichtes angepaßt.

Die letzte, ausgefallene Konstruktion war das Gewächshaus mit der geodätischen Kuppel im Botanischen Garten von Missouri. Diese Konstruktionsform haben auch die derzeit weltweit grössten Gewächshäuser des Botanischen Gartens in Cornwall, England.

Heutzutage haben auch immer mehr Kleingartenfreunde private Gewächshäuser in ihren Gartenanlagen stehen, sie sind Ausdruck der Naturliebe und des kontrollierten Anbaus bestimmter Pflanzen und besonderer tropischer Früchte!




 


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